Bodega Bernabeleva “Navaherreros” Garnacha D.O. Madrid 2009

Prall aber nicht drall: Navaherreros Garnacha de Bernabeleva 2009

Prall aber nicht drall: Navaherreros Garnacha de Bernabeleva 2009

Die Eisheiligen sind vorbei und trotzdem ist es immer noch viel zu kalt.

Frustriert blicke ich zum Fenster hinaus und mir wird klar, dass das, was ich sehe, ganz sicher kein frühlingshaftes Weißweinwetter ist und nur ein praller Roter diesen Tag angemessen begleiten kann.

Beim Durchstöbern der Getränkevorräte stoße ich dann passenderweise auf ein, wie sich heraus stellt, wirkungsvolles Antidepressivum, nämlich diesen Garnacha von der Bodega Bernabeleva aus der D.O. Madrid.

In dieser Herkunft, die vor 10 Jahren noch vollkommen unbedeutend war, weht nunmehr ein innovativer Wind und man findet zahlreiche sehr gute Produzenten mit tollen Weinen zu angemessenen Kursen.

Die Bodega Bernabeleva war mir aber bisher unbekannt und ich bin froh, dass ich auf Empfehlung eines Weinhändlers (Danke Christoph!) diese Bildungslücke jetzt schließen kann, denn dieser Rote des Gutes ist ein besonderer Wein, der bei aller Fülle und intensiven Aromatik, die er sorten- und herkunftstypisch mitbekommen hat, über eine Transparenz und Flüssigkeit verfügt, die man so gleichzeitig nur sehr selten bekommt.

Beim Durchstöbern der Website der Bodega erfahre ich dann auch, dass man im Weinberg nach biologischen und auch biodynamischen Prinzipien verfährt, ohne dass der Betrieb jedoch zertifiziert wäre.

Ich glaube, diesen schonenden Umgang mit den Weinbergen und auch den Trauben im Keller kann man schmecken, und zwar in einer unmittelbar an den Gaumen springenden, natürlichen Saftigkeit und einer -man möge mir diesen unprofessionellen Begriff verzeihen- Entspanntheit, die in diesem Wein steckt und die weit entfernt ist von Gemacht- und Geformtsein und übertriebenem, technischem Weinmaking.

Dieser Wein ruht irgendwie in sich selbst, er erscheint einfach als das was er ist, ist kein Blender und Aufschneider, sondern geradliniger, satter Stoff.

Er transportiert das, was man in den Trauben angelegt hat und dann mit mutmaßlich feiner, verstehener Hand bis zum fertigen Wein begleitet hat. Deswegen wurde wohl auch auf spürbaren Holzfaßeinfluß verzichtet.

Im ausladenden Duft zeigt er mürbe Fruchtaromen von Kirsch und roten Beeren. Schoki,  Minze, etwas Fichtennadel. Der Alkohol tritt zwar spürbar hervor, ist aber nicht störend.

Am Gaumen ist er explosiv und dicht.

Dabei spannt er einen Bogen zwischen wärmendem Alkohol und Extrakt, süßer Fülle, beeriger Frucht, feinsaftigem, säuerlichem Trinkfluß, zupackender, schokoladiger Tanninbitterkeit und langem, salzigem Nachklang.

Da bleiben schlichtweg keine Fragen offen.

Bei 15 % Alkohol ist das sicher kein Wein für den Sommer. Um die kühlen Tage, bis dieser eintrifft zu überbrücken oder für den bald wieder nahenden Herbst, ist er aber ganz sicher ein hedonistisches Vergnügen, dem man nicht aus dem Weg gehen sollte.

Ich würde empfehlen ihn bei 14-16° C zu trinken, denn die Kühle befördert seine schlanke Seite und macht ihn dadurch feiner.

jetzt und 3 weitere Schlechtwetterfrühlinge, 14,50 € bei Weinhaus Minarski in Trier

3G

Veröffentlicht unter Madrid | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mini-Vertikale Chateau Saint-Go Côtes de Saint Mont 2006, 2007 und 2008

Château Saint-Go ist eine der Marken des Genossenschafts-Konglomerats Plaimont Producteurs, das im französischen Sud-Ouest, also von Bergerac bis an die Pyrenäen, tätig ist und dort rund 5,300 Hektar unter Reben hat. Sud-Ouest, das sind neben den relativ bekannten Appellationen Madiran, Cahors und Gaillac auch tausende von Hektar in weniger bekannten Landstrichen wie Tursan, Côtes de Brulhois oder dem Kerngebiet von Plaimont und gleichzeitig dem Ursprung unseres heutigen Weines,  den Côtes de Saint-Mont.

The Go! Team anyone? Hat leider nichts mit den Weinen von Saint-Go zu tun...

The Go! Team anyone? Hat allerdings keinerlei Ähnlichkeiten mit den Weinen von Saint-Go…

Der Château Saint-Go ist eine Cuvée aus Tannat, Cabernet Sauvignon und der autochtonen Sorte Pinenc, die Reben stammen aus einem 46ha großen Gebiet. Es wird von Hand geerntet, traditionelle Vinifizierung, was hier wohl vor allem lange Maische-Standzeiten bedeuten dürfte, später dann Ausbau im Holzfass. Der Saint-Go ist kein Prestige-Wein, sondern im oberen Brot und Butter Segment der Genossenschaft angesiedelt und dürfte preislich hier in Deutschland knapp unter 10 Euro pro Flasche liegen.

Ähnlich wie die ebenfalls Tannat-basierten Weine aus dem Madiran sollen die Saint-Monts recht langlebig sein, weshalb wir jeweils ein Kistchen der Jahrgänge 2006 bis 2008 eingelagert haben, um unsere Neugier zu befriedigen und die Entwicklung über die Jahre zu verfolgen.

Der Château Saint-Go 2006 (g-gg) fließt wie alle drei Weine mit einem dunklen Rot ins Glas. In der Nase Kirsche, Walderdbeere, Schokolade, eine Idee von Minze, Cola, erdig, etwas Tabak und Zeder.  Im Antrunk leicht, klar und hell, ordentliche Säure, undifferenzierte Frucht, im Abgang mit feinem Schmelz, ganz zurückhaltender Cabernet-Würze und zwar schon merklich abgeschmolzenem, aber immer noch mundfüllendem und lang nachhaltendem Tannin. Ein rustikaler, leichter Trinkwein, der aber in sich durchaus stimmig ist, eine gewisse Tiefe zeigt und über die nächsten Tage weiter ausgebaut hat (13% Alkohol).

Château Saint-Go 2007 (ohne Bewertung) ist in der Nase eindeutig auf der fruchtigen Seite, fast schon eingekochte rote Beeren, Kirsche, etwas Vanille, leicht angestaubtes Holz, das legt sich allerdings nach einiger Zeit an der Luft. Am Gaumen mit etwas mehr Körper als der 2006, es fehlt aber an Substanz und Struktur. Fruchtig, süß, beinahe klebrig, wahrscheinlich chaptalisiert. Im Abgang mit grünem und unreifen Tannin. Am zweiten Tag bleiben nur noch Säure und Tannin. Ähnlich wie im benachbarten Bordeaux war 2007 auch im Sud-Ouest ein weniger gutes Jahr (13.5% Alkohol).

Der Château Saint-Go 2008 (g) braucht einige Zeit an der Luft. Fruchtig, anfangs leicht marmeladige Kirsche und Brombeere, der Alkohol scheint durch. Geht dann durch eine vegetabile Phase mit Menthol, Liebstöckel und Paprika, bis er sich harmonisiert. Am Gaumen dann eher unspektakulär, leichter Körper, rustikale, uncharmante Kirschfrucht, etwas staubiges und auch hier leicht unreifes Tannin. Wird am zweiten Tag besser, Pflaume und etwas Schokolade in der Nase, am Gaumen generöser und runder (13.5% Alkohol).

Gut, der 2007er ist ein wohl jahrgangsbedingt entschuldbarer Totalausfall, da wollen wir dann auch nicht weiter darauf herumhacken. 2006 und 2008 sind leichte, rustikale Weine mit einer Menge Säure und Tannin, die man am besten zum Essen auf den Tisch bringt.  Lagerfähig sind sie in jedem Fall, ob der Wein dadurch auch wirklich besser wird, sehen wir dann nächstes Jahr.

Veröffentlicht unter Frankreich, Sud-Ouest | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weingut VOLS Saar-Riesling feinherb 2012

Ein straffer, leichter Riesling von der Saar.

Herrlich! Ein straffer, leichter Riesling von der Saar.

Das kleine Weingut VOLS aus Ayl ist für mich die Entdeckung des Jahres für Rieslinge aus meiner Heimat und dort genauer von der Saar.

Dem bescheidenen und unaufgeregten Winzer Helmut Plunien, der schon die Geschicke im Keller der Bischöflichen Weingüter und des Bürgerspitals geleitet hat, ist es mit dem Jahrgang 2012 nicht zum ersten Mal gelungen, sorten- und herkunftstypische Rieslinge zu präsentieren, die sich auch vor den grossen Namen der Saar nicht zu verstecken brauchen.

Was seine Weine auszeichnet sind Klarheit, Frische und innere Spannkraft. Gerade die hochwertigen Weine, die wie alles, was im Weingut VOLS gekeltert wird, spontan vergoren sind, werden etwas Zeit brauchen um sich zu harmonisieren, der feinherbe Einsteigswein ist aber ein echter Frühtrinker, der jetzt schon viel Freude bereitet, aber sicher auch noch  über 2-3 Jahre reifen kann.

Er zeigt all die Leichtigkeit, die man von den Rieslingen seiner Herkunft eigentlich erwartet, aber bei der Entwicklung zu immer dickeren Weintypen -auch in dieser Region- nicht mehr an jeder Ecke bekommt.

In der Nase feine würzig-florale Hefenote von der Spontanvergärung und brilliante Fruchtigkeit von gelbem und grünem Apfel.

Am Gaumen schlank und präzise mit schönem Süß-Sauer-Spiel und animierendem Säurekick. Seine 19 Gramm Restzucker geben ihm eine tolle Saftigkeit, ohne dass der Wein ins Süßliche drifted.

Bei 10% Alkohol richtig bekömmlich und mit dem Lust-auf-einen-Schluck-mehr-Faktor.

Eben ein straffer, archetypischer Saarwein, der für mich die Bezeichnung “Feinherb” mit seiner inneren Spannkraft, Finesse und Trinkigkeit beispielhaft verkörpert.

Wie gesagt: Auch die anderen Weine der 2012er Kollektion sind sehr empfehlenswert. Man sollte sich jedoch schnell entschließen, da diese regen Absatz finden und teilweise auch nur in geringen Stückzahlen vorhanden sind.

Einen Kritikpunkt habe ich am Ende doch: Die Ausstattung der Flaschen läßt noch Luft nach oben.

Für das sommerlich-leichte Trinkvergnügen oder auch zu asiatischem Essen.

jetzt und 2 Jahre, 7,50 € ab Hof, www.vols.de

3G

Veröffentlicht unter Features | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Chateau Picque Caillou Rouge 1990

Diese Flasche gab es sozusagen als Zugabe bei einem größeren Auktionsposten und ist  völlig in Vergessenheit geraten. Ihr Pech, dass sie mir dann heute doch noch in die Hände gefallen ist…

Viel Extrakt, wenig Struktur: Der 1990er Picque Caillou war leider schon etwas über den Zenith.

Viel Extrakt, wenig Struktur: Der 1990er Picque Caillou war leider schon etwas über den Zenith.

Picque Caillou liegt im wahrsten Sinne direkt vor den Toren der Stadt Bordeaux, auf der anderen Seite grenzen die rund 21ha Rebfläche  an Haut-Brion und Pape Clément. Die urbane Stadtrandlage wirkt sich auch auf den Vegetationsverlauf aus, durch die ganz leicht höheren Temperaturen beginnt der Zyklus hier etwas früher, was in schwierigen Jahren, inbesondere auf einigen bevorzugten Plots mit Cabernet Sauvignon, von Vorteil sein kann.

Der 1990er Picque Caillou fließt mit einer immer noch dichten roten Farbe mit Mahagoni-Reflexen ins Glas, hellt sich am Rand deutlich auf. In der Nase zunächst leicht animalisch, mit etwas Luft zeigt sich dann ein feines Bouquet aus süßer Johannisbeere und Kirsche, Zeder, dem Pessac-typischen Sandelholz aber auch tertiären Noten wie Coca-Cola, Pilzen und feuchtem Waldboden.

Am Gaumen zwar sehr angenehm und weich, aber mit den typischen Problemen der meisten gereiften 1990er: es mangelt an Struktur. Die Säure zu niedrig, die extraktsüße Frucht dominiert. Richtig Spaß macht der Wein im Abgang, der superfeines, fast völlig aufgelöstes Tannin und Reifenoten mit Zeder und Sandelholz verbindet.

Immer noch völlig intakt, aber sicher schon über seinen Zenith hinaus. Trotzdem immer wieder erstaunlich, wie selbst ein kleiner Bordeaux aus einen hochreifen Jahr altern kann, das sind ja nun auch schon satte 23 Jahre.

Noch knappe zwei Punkte, jetzt austrinken!

2G

Veröffentlicht unter Bordeaux, Frankreich, Pessac-Leognan | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weingut Neiss Riesling “Heiligenkirche” trocken 2012

2013-05-04-18-01-02-404

Brillanz in Flaschen: Riesling Heiligenkirche 2012

Wieder wird ein Riesling aus der nördlichen Pfalz unser Wein des Monats.

Das ist kein Zufall.

Wir finden, dass den Weinen und Weingütern aus dieser Ecke von Deutschlands zweitgrößtem Anbaugebiet viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird, in Anbetracht der Qualitäten, die man hier zu äußerst fairen Preisen bekommen kann.

Was besonders die Weißweine dieser Herkunft auszeichnet, ist ihre Leichtigkeit und Säurefrische, die durch das im Vergleich zur restlichen Pfalz eher kühle Klima mit niedrigeren Nachttemperaturen zustande kommt. Gleichzeitig sind hier vorallem die Weinberge in den höheren Lagen gut durchlüftet, was trotz der später stattfindenden Ernte, die Basis für gesundes, reifes Lesegut schafft.

Dass sie auf Grund dieser Voraussetzungen schlank, aber nicht dünn geraten, zeigt dieser Riesling von Winzer Axel Neiss beispielhaft.

Das Weingut Neiss aus Kindenheim ist im allgemeinen eher für seine sehr guten Rotweine bekannt. Die Weißweine, die tatsächlich einen Großteil der Produktion des Gutes ausmachen, sind aber absolut auf der Höhe. Der Riesling “Heiligenkirche” stammt aus der gleichnamigen Einzellage in Bockenheim, wo das Weingut 0,5 ha unter Reben hat, und ist wie alle Weinberge in den Gemeinden Bockenheim und Kindenheim von kalkhaltigen Böden geprägt, die den Weinen eine spürbare mineralische Prägung verleihen.

In der klaren und feinen Nase punktet der Riesling “Heiligenkirche”mit dezenter Fülle. Steinobst, gelber Apfel, Zitrusfrüchte. Tiefe gebende, feine Hefigkeit, die an Blütenaromen erinnert.

Am Gaumen zeigt er sich schlank, zupackend, mit feinem Schmelz und mineralischem Fond. Seine intelligent gesetzte Restsüße fängt den animierenden, rieslingtypischen Säurepunch sehr gut auf. Die Frucht ist klar und transparent. Die Länge stimmt.

Dieser Stoff ist tiefgründig ohne aufdringlich zu sein. Substanzreich ohne zu protzen. Easy-drinking aber nicht simpel. Straff, aber nicht sauer.

Einfach ein animierender, ungestelzter und brillanter trockener Riesling, der mehrheitsfähig ist, ohne den verwöhnten Gaumen zu enttäuschen.

Und das für herrlich entspannte 9,50 € ab Weingut.

Geht zum Essen oder solo.

jetzt und weitere 3 Jahre, 6 g RZ, 8 g Säure, 13 % Alk., 9,50 € ab Hof, www.weingut-neiss.de

3G

 

Veröffentlicht unter Pfalz | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Château Roc de Cambes 2000

Roc des Cambes ist eines von drei Weingüter, die sich im Besitz der Familie Mitjaville befinden. Das bekannteste ist sicher Tertre-Roteboeuf in Saint Emilion, wo einer der teuersten und besten Weine der Appellation entsteht.

Roc de Cambes 2000

Sexy, verführerisch und unglaublich rund: Roc de Cambes 2000

Roc de Cambes liegt zwar auch am rechten Ufer, allerdings im weniger prestigeträchtigen Côtes de Bourg. Das Terroir des Weingutes mit Kreide- und Kalkböden ist dann wieder typisch Saint Emilion, bepflanzt mit einem sehr hohen Cabernet Sauvignon Anteil, wie man es sonst eher am linken Ufer findet. Also beste Voraussetzungen für einen spannenden Wein.

In der Nase ist der Roc de Cambes nach kurzer Zeit an der Luft voll da, eine verführerische Melange aus reifer, mittlerweile altersmilder Kirsche, Milchschokolade, etwas Minze, Graphit, Zeder und einer gewissen Erdigkeit. Am Gaumen dann hochfein, unglaublich weich und rund, aber trotzdem mit einer angenehmen Frische und Eleganz. Extraktsüßer Fruchtkern von Kirsche und Cassis. Dezente mineralische Würze, im Abgang ein feines, schokoladiges Tannin, fast vollständig aufgelöst, gibt dem Wein aber immer noch eine gewisse Struktur.

Für höhere Weihen fehlt es an Komplexität und Tiefe, aber ein faszinierend runder, weicher und verführerischer Tropfen ist das hier allemal.

Gekauft für ca. 27,00 EUR bei einer Auktion/ Jetzt austrinken
Online gefunden für 39,00 EUR bei Schlau & Schlau Weinhandel

3G

 

Veröffentlicht unter Bordeaux, Cotes de Bourg, Frankreich | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Yves Cuilleron Saint Joseph L’Amarybelle 2010

Manchmal muss man auch mal seine spontane Begeisterung für einen Wein zum Ausdruck bringen. Wow!

Yves Cuilleron Saint Joseph L'Amarybelle 2010

Ein großartiger Wein von der nördlichen Rhône – Yves Cuilleron Saint Joseph L’Amarybelle 2010

Wir haben von Yves Cuilleron ja schon mit großer Freude die einfachen, nur als Vin du Pays klassifizierten Syrah getrunken. Nicht ganz unerwartet können da die Appellationsweine aus dem sowieso besseren Jahrgang 2010 noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegen. Cuilleron  ist mit 56ha unter Reben einer der größten Winzer an der Nordrhône. Er arbeitet trotzdem biodynamisch, die Weine sind spontanvergoren und werden unfiltriert gefüllt, der Holzeinsatz ist trotz teilweise langer Ausbauzeiten immer sehr zurückhaltend. Das Ergebnis sind manchmal kantige, aber immer eher kühle Weine, die im besten Sinne die Eigenart und Vielschichtigkeit der Syrah in den Vordergrund stellen und diese nicht zu Gunsten einer eindimensionalen Fruchtigkeit opfern.

Der Saint Joseph L’Amarybelle 2010 ist eine Vielles Vignes Cuvée aus verschiedenen Plots mit 20-40 Jahren alten Reben, 18 Monaten Faßausbau und sehr freundlichen 13% Alkohol. Komplexe und changierende Nase mit intensiven Eindrücken von frisch zerstoßenem weißen Pfeffer, Oliventapenade, Rauch, roten Beeren, Brombeere, Cassis. Am Gaumen gut strukturiert, frisch, intensiv, salzig, mineralisch, kühl, mit transparenter und präziser Frucht, perfekt gereift, die auch hier von Oliven, etwas Pfeffer und Würznoten eingebunden wird. Im Abgang extrem feines, fast schon unterschwelliges Tannin, erster Schmelz, hält lange nach. Harmonisch und  balanciert, die Säure ist gut eingebunden und animiert zum nächsten Schluck. Bekommt am zweiten Tag florale Noten, eine generöse Süße und mehr Tiefe in der Frucht. Trinkt sich solo schon sehr gut,  geht aber noch besser zu kräftigem Essen, eine echte Macht z.B. zu gegrilltem Lamm.

Sehr gute drei Punkte. Wer bei solchen Weinen und dem herrschenden Preisgefüge noch immer ernsthaft darüber nachdenkt, ob er in 2010 Bordeaux oder Nordrhône kaufen sollte, dem kann ich auch nicht helfen. Nur allzu lange sollte man darüber nicht mehr nachdenken, denn die 2010er Nordrhône-Weine verschwinden bereits vom Markt, während die 2010er Bordeaux bei den Händlern eine erste Staubschicht ansetzen….

Gekauft für 19,50 EUR bei wineandco.com/ Trinkfenster jetzt – 2020

3

Veröffentlicht unter Frankreich, Rhone, St.Joseph | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

VDP Grosse Gewächse: Präsentationen in Köln und Hamburg 2013 (Teil 1)

Dieser Artikel sollte eigentlich schon viel früher erscheinen, aber nachdem ich damit  fertig war, hatte ich das Gefühl, dass noch nicht alles gesagt ist, und ich manches auch nicht richtig auf den Punkt gebracht habe. Zwischenzeitlich hatte ich dann Gelegenheit einige der Weine der Proben nochmal nachzuverkosten und erst jetzt fühle ich mich gewappnet, ein präziseres und differenzierteres Bild über die aktuellen GG´s des VDP geben zu können.

Während ich jetzt schreibe, habe ich, ganz im Geiste der Verkostungen, die Hermannshöhle 2011 von Dönnhoff im Glas, ein Wein der mir sehr gut gefallen hat und der auch wirkliche Grösse ausstrahlt. Denn das ist bei algemeinen Verkaufspreisen bis weit jenseits der 25 € bei den GG´s ja wohl Pflicht. Die Weine müssen richtig gut sein und beeindrucken.

2013-04-18-16-07-59-312

Das ist groß.

Die in zwei Gruppen von Anbaugebieten aufgeteilte Präsentation, war in verschiedenen Städten in Deutschland auf je zwei Termine verteilt und da ich nicht beide in Köln wahrnehmen konnte, habe ich mich nach der sonntäglichen  Verkostung im Hotel Ernst, gegenüber vom wunderschönen Dom, in meine alte Zu-Hause-Stadt Hamburg begeben, um dort im ebenso schönen Hotel Louis C. Jacob mein Bild von den trockenen Spitzenweinen aus den Jahrgängen 2009 und 2010 bei den Roten und 2011 bei den Weißen zu komplettieren.

Wobei von einem kompletten Eindruck nicht die Rede sein kann. Das hätte meine Kräfte überfordert. Aber von den Rieslingen 2011 und den Spätburgundern aus 2009 und 2010 habe ich doch das Meiste verkostet.

Was als Quintessenz des zweitägigen Verkostungsmarathons geblieben ist?

1. Es gibt in den Jahrgängen 2009 bis 2011 große Weine bei den VDP-Winzern. Diese sind im internationalen Vergleich in der Qualität mit deren Topqualitäten ebenbürtig und dafür teilweise noch recht preiswert, wenn auch nicht billig.

2. Auch beim GG ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch wenn das allgemeine Niveau hoch ist, gibt es enttäuschende Qualitäten.

3. 2011 ist sicher kein schlechter, aber vielleicht doch kein absoluter Top-Weißweinjahrgang in Deutschland gewesen. Die Säure der Weine ist eher niedrig, die Weine sind zugänglich, dicht, teilweise cremig und könnten in der Reifung etwas in die Breite gehen. Bleibt abzuwarten, wie sich die einzelnen Weine entwickeln, ich persönlich würde aber keine grösseren Bestände anlegen und die Weine eher früher als später trinken. Die Zeit wird es (wie immer) zeigen.

2009 ist bei der Burgundern (und den Roten allgemein) sehr reif und voll, die 2010er stellen sie in puncto Frucht und Finesse aber in den Schatten. Dafür sind diese, was die Tannine angeht, sehr reifebedürftig, während der süße Schmelz der o9er, bei geringer Säure, eher mehrheitsfähige Frühtrinker hervorgebracht hat, deren Reifepotenzial man aber, wie bei den 2011er Weißweinen, eher etwas kritischer sehen kann. Also: 2009 zum früheren Genuß, 2010 zum Einlagern.

Hier mein persönlich Bestes aus den Anbaugebieten:

Mosel-Saar-Ruwer: Die Weine aus meiner Heimat, mit denen ich mich traditionsgemäß am Intensivsten auseinander setzte, haben mich nicht alle überzeugt. Die spürbare Botrytis ist bei manchem Produzenten und deren Weinen störend. Die Restsüße ist allgemein eher am oberen Ende, was, bei niedriger Säure, etwas auf Kosten der Finesse geht.

Fritz Haag: Brauneberger Juffer Sonnenuhr 2011: Mit der trockenste Wein der Mosel GG´s. Das macht ihn so besonders gut. Ganz fein und elegant mit tollem Schiefermineral und feiner transparenter Frucht. Klassisch, tänzelnd, mit erfrischender Säure. Ein schlanker, eher “leiser” Stoff mit feinem Schmelz, der noch Reife braucht. (ab 2015) (gggg-)

Clemens Busch Marienburg “Falkenlay” 2011: Kräftiger Riesling vom Grauschiefer. Spürbare Restsüße, dabei mit würzigem Schmelz und genialem Saft. Salziges Mineral. Ein hedonistischer Frühtrinker, auch weil in diesem Haus eher niedrig geschwefelt wird. (ggg-gggg)

Reinhold Haart Goldtröpfchen 2011: Hochfein und balanciert. Mit typischer Goldtröpfchen-Würze. Ein saftiger, ungemein trinkiger Riesling mit Suchtfaktor, der jetzt schon richtig Spaß macht, aber auch noch liegen kann. (gggg-)

Dr. Loosen Erdener Prälat 2011: Sehr würzig. Der Rotschiefer lässt grüßen. Hochfein und zugleich mit druckvollem Körper. Spürbare, aber feine Botrytis. Lang. Kann man jetzt schon wunderbar antrinken. (gggg-)

Nahe: Die grossen Namen machen die grossen Weine. Sehr schöne Rieslinge habe ich bei Schäfer-Fröhlich und Schloßgut Diel verkostet. Hervorheben möchte ich aber:

Emrich Schönleber Frühlingsplätzchen 2011: Duftiger, verspielter, sehr feiner Riesling. Schlank, klar und animierend, mit toller Balance. Wirklich genial. (gggg)

Emrich-Schönleber Halenberg 2011: Noch verschlossen aber mit grossem Potenzial. Kräuterduft. Ungemein klar, mit feiner gelber Frucht und perfekter Säure. Tiefgründiger Schmelz. Sehr elegant. Das war für mich an diesem Tag das Beste, was geboten wurde. Ein großer Riesling zum Einlagern. (ab 2015) (gggg+)

Dönnhoff präsentierte Rieslinge mit toller Lagentypizität. Mein Primus ist, nicht unerwartet, die

Niederhäuser Hermannshöhle 2011:
Ungemein dicht und konzentriert, mit druckvollem Körper. Expressiver Duft. Cremige Textur. Reife gelbe Früchte. Blütennoten. Feuchter Stein. Die Säure ist ausreichend prononciert und erhält den Trinkfluß. Salziges Mineral und Würze am Gaumen. Schmelz ohne Ende. Ein Titan. (gggg+)

Pfalz: Ich stehe voll auf die im Holzfaß ausgebauten Rieslinge von hier. Bürklin-Wolf hatte davon schon einige sehr gute Weine, auch aus gereiften Jahrgängen, im Gepäck. Trotzdem ragte für mich ein Weingut und ein Wein heraus:

Von Winning Pechstein 2011: Groß! steht auf meinem Probenzettel. Der Dichteste unter den hauseigenen GG´s. Ein Titan mit Ecken und Kanten. Würzig, cremig und zugleich mit deutlicher, “steiniger” Mineralik und tragendem, reifefähigem Säuregerüst. Weniger fruchtbetont, denn ein burgunderhafter Riesling mit Zukunft. Satt und tiefgründig. Spürbare Holzfaßnote, die man mögen muss. Zum Einlagern und (ab 2015) besonders gut als Speisenbegleiter. Bei einer Nachverkostung zeigte sich der Wein jetzt verschlossen. (gggg)

Rheinhessen: Die Weingüter die ich probiert habe, hatten allesamt sehr schöne Weine. Bei Wittmann und Wagner-Stempel hatte ich das Gefühl, daß beide mit recht viel Kohlensäure gefüllt haben, was mir die Einschätzung, der recht satten, saftigen Rieslinge der beiden Weingüter erschwerte. Beide haben aber wirklich richtig gute Weine in die Flaschen bekommen. Keller wahrscheinlich auch, die hab ich aber dummerweise vergessen zu probieren.

Hervorheben möchte ich jedoch sowieso die eher schlanken Weine der Weingüter Kühling-Gillot und Battenfeld-Spanier, die ja mittlerweile aus einer Hand, aber vom Boden her, von den komplett unterschiedlichen Lagen, der ehemals getrennten Weingüter stammen.

Battenfeld-Spanier Frauenberg 2011: Mit ausgeprägter “offener” Kalksteinaromatik. Geradlinig, feinsaftig und nachhaltig. Ein schlanker, richtig trockener Riesling. Kein Brummer. Noch unruhig. Braucht Zeit, verspricht aber ein wahrhaft tiefgründiges, mineralisches Vergnügen zu werden. (ab 2015) (gggg)

Kühling-Gillot Ölberg 2011: Vom Tonschiefer der Rheinfront. Mit genialem, satten Saft und Würze. Ausgewogener, beeriger Riesling mit viel Trinkfluß und feinem Nachhall. (gggg)

Die anderen Anbaugebiete folgen im Teil 2.

 

Veröffentlicht unter Features | Hinterlasse einen Kommentar

Cavallotto Bricco Boschis 2001, La Lagune 1995, Fontanabianca Sori Burdin 1999, Pichon Comtesse 1999 und jede Menge Flaschenpech

Da Marco in Trier weilte, hatten wir einen netten Champions-League Abend geplant. Zur Abwechslung mal nicht mit Bier in der Kneipe, sondern mit feinen Weinen vor dem heimischen Bildschirm.

RIP: Borgogno Barolo Cannubi 1989 & Cavallotto Barolo Riserva Vignolo 1990

RIP: Borgogno Barolo Cannubi 1989 & Cavallotto Barolo Riserva Vignolo 1990

Ich möchte voraussschicken, dass ich normalerweise  bei Auktionen ein gutes Händchen oder einfach nur unverschämtes Glück hatte, gerade bei teuren Weinen gab es bisher nur selten Totalausfälle zu beklagen. Diese Glückssträhne ging jedoch mit der heutigen Probe geradezu spektakulär zu Ende, weshalb wir an dieser Stelle kurz der Toten gedenken wollen: Von seinem Vorbesitzer liebevoll warm und trocken gehalten, möglicherweise auf dem Kaminsims, wurde die Cavallotto Barolo Riserva Vignolo 1990. Korken intakt, guter Füllstand, aber trotzdem nur noch Sherry und gänzlich oxidiert. Noch nicht völlig hinüber aber mit deutlicher Oxidation und mehr als nur einem Bein im Grab der Borgogno Barolo Cannubi 1989.

Nur noch untot: Pichon Comtesse 1999 - Überraschend schön hingegen La Lagune 1995

Nur noch untot: Pichon Comtesse 1999 – Überraschend schön hingegen La Lagune 1995

Unter anderem als Ersatz war dann die Pichon Comtesse de Lalande 1999 (fehlerhaft) gedacht, die bestenfalls noch als Wein-Zombie durchging. Am Probenabend trotz Dauerbelüftung völlig verschlossen, in der Nase penetrant laktisch nach Himbeerdrops. Am Gaumen ebenso dicht, harsche Säure, im Abgang unreifes Tannin, keinerlei Sekundäraromen. Der Wein hatte sich nach gut drei Tagen dann irgendwann gefangen, zeigte sich aber nur als solider, belangloser Cabernet-Merlot mit einer schönen Frucht, den man aber beim besten Willen nicht als Comtesse erkannt hätte. Da ist wohl die malolaktische Gärung völlig schiefgelaufen, der Fehler hat dann mit der Zeit  verstärkt. War der Abend denn völlig verflucht?

Nein, denn jetzt kommen wir zu den guten Weinen. Besser als zumindest von mir erwartet war Château La Lagune 1995 (ggg-, austrinken). Ein feiner, klassischer und gut gereifter Bordeaux.  Von seiner Struktur her eher schlank, stand die immer noch sehr präsente, jahrgangstypische Frucht einem wirklich harmonischen Trinkerlebnis etwas im Wege. Sonst aber sehr schön mit Jod, viel Meersaum, Erde, Cassis, Kirsche, gutem Extrakt, mineralisch und immer noch merklichem Holz im Abgang.

Fontana Bianca Barbaresco & Cavallotto Bricco Boschis 2001

Fontanabianca Barbaresco “Sori Burdin” & Cavallotto Riserva Bricco Boschis 2001

Eine wirklich erstaunliche Entwicklung über die letzten Jahre hat der Fontanabianca Barbaresco “Sori Burdin” 1999 (ggg+, jetzt – 2015) genommen. Der war in seiner Jugend ein mehr als nur unfreundlicher Geselle und strotzt auch heute nach fast 14 Jahren immer noch vor Kraft. Changiert im Glas stark, Kirsche, Gewürze, Rosen, Teer, etwas Minze, alles sehr intensiv. Am Gaumen mit einer dichten und lebendigen Frucht, Teer und einem bitterschokoladigem und lang nachhaltendem Tannin im Abgang. Kein Finesse-Wein und immer noch etwas kratzbürstig, aber dafür intensiv, klar und ausdrucksstark.

Wein des Abends war fraglos die Cavallotto Riserva Bricco Boschis 2001 (gggg, jetzt – 2020). Ein absoluter Hammer-Barolo! In der Nase schon nach kurzer Belüftung mit einer faszinierenden Kombination aus Klarheit, Präzision und Intensität. Kirsche, florale und balsamische Noten, Rosen, Teer, schwarzer Tee. Am Gaumen stört kein Holz die klare Frucht. Feine Struktur, schöne Säure, tiefer, vielschichtiger Fruchtkern,  auch hier Teer, Rosen und eine präzise, salzige Mineralik. Im sehr langen Abgang mit immer noch kräftigem, mundfüllenden Tannin. Dürfte in drei bis vier Jahren auf seinem Höhepunkt sein. Da war der Abend wieder gerettet, zumal das Spiel gewonnen wurde.

Veröffentlicht unter Bordeaux, Frankreich, Italien, Medoc, Paulliac, Piemont, Proben & Gelage | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Guigal Côtes du Rhône Rouge 2010

3,5 Millionen Flaschen hat Guigal in 2010 von seinem roten Basiswein Côtes du Rhône gefüllt und heuer auf den Markt gebracht – das sind Mengen, die man sonst eigentlich nur im industriellen Weinbau kennt. Aber die Rhône ist ein riesiges Anbaugebiet und Guigal kann sich hier das entsprechende Volumen von Winzern und Genossenschaften zusammenkaufen.

Konnte nicht völlig überzeugen - Guigal Côtes du Rhône 2010

Konnte nicht völlig überzeugen – Guigal Côtes du Rhône 2010

Der Wein ist damit natürlich immer nur ein relativ einfacher, generischer Côtes du Rhône, der aber von dem wirklich gekonnten Ausbau und der auf diesem Level relativ strengen Selektion bei Guigal profitiert und somit meist ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Auch im großen Jahrgang 2010 ist man der eher kühlen, nördlichen Linie treu geblieben und hat den Wein mit einem Syrah-Anteil von rund 50% gefüllt, die andere Hälfte ist Grenache mit einem Spritzer Mourvèdre.

In der Nase erstmal sehr fruchtig, Kirsche, feine rote Beeren, etwas rotes Fleisch, Lakritze, zeigt später auch Oliventapenade, Pfeffer und dunkle Beeren. Am Gaumen erstaunlich frisch und knackig mit guter Struktur, die undifferenzierte, rote und dunkle Frucht ist schön integriert, typische Würznoten, Olive, salzig, verfügt im Abgang über merkliches, leider teilweise auch grünes Tannin.

Im Gesamteindruck wirkt der Wein strukturierter und ernsthafter als 2009 und 2007, seine 14% Alkohol hat er gut verpackt. Er zeigt leider aber auch einige unreife Noten, vor allem die Tanninqualität hat mich gestört. Das mag sich noch herauswachsen, ist vielleicht auch nicht bei allen Chargen so, nervt aber schon etwas. Mit Potential für zwei Punkte, aber da dürfte es an der Rhône in 2010 Besseres geben.

Gekauft für 7,68 EUR im Supermarkt (Match) /  Trinkfenster jetzt – 2018
Online gefunden für 6,95 EUR bei Champa

1 Übersicht

 

Veröffentlicht unter Côtes du Rhône, Frankreich, Rhone | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar