Chateau Prieuré-Lichine 2001

Die Sonne scheint, herrliche 21 Grad, also meinen Stapel Arbeit auf die Terrasse gepackt, um dort alles gegenzulesen. Nachdem die letzten Tage dann doch meinen Bedarf an Grenache umfassend gedeckt hatten, war es mal wieder Zeit für einen – wie ich hoffte – reifen Bordeaux. Also raus aus der Sonne, rein in den Keller. Nach längerem Zaudern habe ich mich dann für einen 2001er Prieuré-Lichine entschieden, eines der vielen klassifizierten Margaux-Chateaus aus der zweiten Reihe (oder dritten Reihe, wenn man Palmer und Lascombes den zweiten Rang zubilligt). 2001 stand im Bordeaux immer im Schatten des legendären 2000er Jahrgangs, hat aber sehr feine und ausbalancierte Weine hervorgebracht. Die meisten dürften jetzt, 10 Jahre später, gut trinkbar sein.

Das Bouquet des Prieuré-Lichine erkennt man sofort als etwas gereiften Margaux: Florale, exotische Noten, dunkle Johannisbeere, Cassis, etwas Schokolade, Zeder, später auch Eisen und eine Idee von Meersaum. Am Gaumen dann eine feine, erfrischende Säure, von leichter Statur, samtig, süße Frucht, dunkle Beeren, etwas Pflaume. Erste Sekundärnoten, Leder und Mineralität, Eisen. Gute Struktur, feinkörniges, voll integriertes Tannin, leichte Vanillenoten im etwas kurzen Abgang. Ein schöner Margaux, und für 25-30 EUR auch noch jede Suche wert.

Gekauft bei: Ebay für ca. 28,00 EUR / Trinkfenster: Jetzt – 2015.
Online gefunden ab 38,90 EUR, z.B. bei www.alpina.de

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