Hochmoselübergang: Offener Brief von Andreas Durst

In Rheinland-Pfalz hat Rot-Grün im Zuge der Regierungsbildung den Weiterbau am Hochmoselübergang beschlossen. Aus aktuellem Anlaß möchten wir deshalb diesen Brief von Andreas Durst veröffentlichen:

Liebe Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Rheinland-Pfalz,

im Wahlkampf ist der grüne Landesverband mit dem erklärten Ziel angetreten, die geplante monströse, unsinnige und hunderte Millionen Euro teure Hochmoselbrücke B 50 neu zu verhindern.
Dieses Wahlversprechen gab für mich den Ausschlag, die Grünen in den Landtag zu wählen.
Am vergangenen Ostermontag kamen mehr als 80 Winzer aus allen Anbaugebieten entlang von Mosel, Saar, Ruwer, aus Rheinhessen und der Pfalz nach Wehlen, um gemeinsam gegen diese beispiellose Landschaftsverschandelung zusammenzustehen. Wir alle hoffen, dass uns der grüne Landesverband nicht im Stich lässt bei unserem Protest und der Ablehnung einer empörenden Kulturbarbarei im Herzen unseres Landes Rheinland-Pfalz.
Für mich wären die Rheinland-Pfälzischen Grünen im Falle eines politischen Kuhhandels nicht mehr wählbar.
Als dann etablierte Partei, der Posten und Macht wichtiger ist als Glaubwürdigkeit und die eigenen Wähler würde ich Ihnen absprechen müssen, stellvertretend für meine Person im Parlament zu sprechen.
Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen und lehnen Sie, Jede und Jeder von Ihnen, den Bau der Brücke ab.

Andreas Durst
Bockenheim an der Weinstrasse,
02.05.2011

siehe auch: Winzer gegen Brückenbau

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