Terredora Aglianico 2008

Die rote Aglianicotraube wurde von den Griechen schon vor über 2000 Jahren im Süden Italiens angesiedelt. Aus ihr können Weine von generöser Dichte und kompakter Struktur entstehen, die durch den sortentypisch hohen Gehalt an Säure und Tannin im Bereich der Spitzenweine auch sehr lange altern können.

Bei diesem Basisstoff von Terredora, einer der größten Kellereien Kampaniens, handelt es sich um einen Ernst zu nehmenden Einstieg ins Aglianicovergnügen und das zu einem sehr fairen Preis.

Ich habe den Wein über Nacht belüftet, denn selbst nach 2 Stunden war er noch sehr verschlossen. Man sollte ihn definitiv dekantieren. Einfach aufreißen und lostrinken macht keinen Spaß.

Mittleres Rubin im Glas.

In der Nase tiefgründig: Süße, fast rosinenartige schwarze Kirsche. Zimt, Nelke und Veilchen. Ätherische Eykalypthusnote.

Im Mund kräftig: Wieder Kirsche, schwarz und rot, würzige Süße und erfrischende Säure.

Das Tannin bleibt präsent und ein bischen trocknend nach, ist aber von feinerer schokoladiger Qualität.

Dabei mit  intensiver Länge ausgestattet.

Sehr schöner Wein, der südliche Reife mir sehr gutem Trinkfluß kombiniert.

Irgendwie erinnern mich Aglianicos an piemontesische Nebbioloweine. Man könnte sie blind sicherlich verwechseln. Was dieses Exemplar dabei so lohnenswert macht, ist, daß man für einen Nebbiolo Langhe Wein, auf dessen Qualitätsniveau dieser Aglianico steht,  fast das doppelte hinlegen muß.

Von daher eine sehr gute Investition. Er hält sicherlich noch 5 Jahre.

Man kann ihn auch so trinken, ich würde ihn jedoch zu kräftigem Essen einsetzten. Am besten zu gegrilltem oder geschmortem Fleisch.

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