Château Lascombes Margaux 2002

Ich  mag die Weine von Château Lascombes. So, jetzt ist es raus. Vielleicht auch, weil mir der Vergleich zu den älteren Jahrgängen vor 2001 fehlt, also der Zeit, bevor der Pensionsfonds Capital Colony das Weingut übernahm und den Parker-Buddy Michel Rolland als Önologe installierte. Ja, die Weine sind recht modern gemacht, aber die Jahrgänge, die ich bisher getrunken hatte, 2001 und 2006, hatten durchaus auch Margaux-Typizität und Finesse. Teilweise sogar mehr als manch “traditioneller” Margaux, trotz des massiven neuen Holzes.

Der allgemein eher als schwierig betrachtete Jahrgang 2002 lies mich deshalb etwas ratlos zurück: Anfangs eine etwas unpräzise Nase aus Cassis, schwarzen Beeren, Erde, Staub, etwas Leder und Tabak, definitiv nicht typisch Margaux. Kräftige Säure, süßliche Frucht, dunkle Johannisbeere und Cassis, die mit der Zeit immer mehr dem Merlot Platz macht, frische und saftige Schwarzkirsche, feines Tannin, leicht schokoladig,  kurz und etwas staubig im Abgang.  Schöne, samtige Textur, der Wein zeigt sich insgesamt eher kräftig und druckvoll. Trinkt sich gut, ist aber ein völlig anderer Wein als z.B. 2001 und 2006. Ein schöner, kraftvoller Médoc, wenig Margaux, eher eindimensional strukturiert. Dafür schlußendlich auch deutlich zu teuer.

Ist jetzt im Trinkfenster, kann problemlos noch ein paar Jahre.

Gekauft für 39,00 EUR bei Ebay / Trinkfenster: Jetzt-2016
Online gefunden bei Wein+Kunst für 49,00 EUR

 

 

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