Yves Cuilleron Syrah Les Candives VdP 2009 aus 6 verschiedenen Gläsern

Nachdem ich vom einfachen Syrah von Yves Cuilleron schon sehr angetan war, habe ich mir den Les Candives 2009 besorgt, der in der umfangreichen Range dieses biodynamisch arbeitenden Winzers einen Step-Up bedeutet. Dieser Stoff ist definitiv nur aus rechtlichen Gründen ein Vin de Pays (des Collines rhodaniennes), den er besitzt eine Qualität, die weit über dieser Klasifikationsstufe liegt.

Pure Syrahnase mit viel süßer und pikanter Frucht: Brombeer und Cassis. Wildbret, Oliven, Rosmarin, animalischer Spontiböckser (verliert sich mit Belüftung), intensiv und würzig. Etwas Holz.

Am Gaumen mittelgewichtig, wieder viel saftige Frucht, Brombeer und Kirsch, mundfüllend und anhaltend und das trotz leichter 12,5 % Alkohol.

Seine frische, reife Säure gibt ihm einen tollen Trinkfluß.

Ein schöner schlanker und intensiver Wein.

Zu kurzgebratenem Lamm ein Traum.

Er spült und erfrischt.

Wer auf Syrahweine der nördlichen Rhone steht, sollte ihn unbedingt probieren.

Bitte ordentlich lüften!

Nachdem ich ihn jetzt aus einem Burgunderglas (Schott-Zwiesel Taste, Glas 1) probiere, habe ich mir weitere Glasformen dazu genommen, um zu schauen, ob und welchen Unterschied das macht. Ich habe alle Gläser gleichzeitig befüllt.

Glas 2, 0,1 l (einfachstes) Gastroglas: Erwartungsgemäß wenig Duftentfaltung, das Holz kommt (staubig) nach vorne. Im Geschmack besser. Brescht ungestüm rein. Intensiv und lecker.

Glas 3, Weißweinglas Schott-Zwiesel Taste: Wieder wenig Duftentfaltung, wieder staubiges Holz. Läuft spitz rein: Am Gaumen deshalb säuerlicher als aus den beiden anderen Gläsern. Wirkt kürzer.

Glas 4, Rotweinglas Schott-Zwiesel Taste: Mehr Duft, aber immer noch nicht so viel wie bei der Burgunderform. Eher kompakt in der Nase. Am Gaumen direkt und klar. Immer noch einen Tick saüerlicher als Glas 1.

Glas 5, Bordeaux Schott-Zwiesel Taste: Sehr ähnlich zu Glas 1 in der Nase, einen Tick kompakter. Am Gaumen ebenfalls. Fast gleich.

Glas 6, Leonardo Burgunderglas: Das ist im Prinzip das größte und offenste Glas. In der Nase verliert sich der Wein deshalb ein wenig, verfeinert sich aber gleichzeitig. Am Gaumen wirkt er kräftiger als aus den anderen Gläsern. Spannend. Auf jeden Fall mein Favorit.

Die Gläser von 1-6, von links nach rechts.

 

Die Konsequenz:

 

 

 

 

 

Also: Dieser Wein gehört in ein bauchiges, grosses Glas, mit möglichst weiter Öffnung, definitiv aber in ein Grosses!

Je mehr Luft er zieht, je besser wird er.

Ein wirklich sehr schöner, sehr individueller Wein!

Ich habe mir gleich 12 Flaschen für unseren Keller besorgt:

 

jetzt und weitere 5 Jahre

11,90 € bei  www.weinpalais.de

schöne Website des Gutes: http://www.cuilleron.com/

 

 

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3 Antworten auf Yves Cuilleron Syrah Les Candives VdP 2009 aus 6 verschiedenen Gläsern

  1. Pingback: Kleine Sommerprobe mit Elio Grasso Gavarini Vigna Chinera 1997, Citran 2009 und einigen alten Bekannten | betterwine.de

  2. marco sagt:

    Hallo Ralph,

    der kleine Cuilleron ist schon ein wirklich schöner Tropfen, wobei sich der Aufpreis von knapp 4 € für den Candives auf jeden Fall rechnet, weil der deutlich mehr Saft hat.
    Beide sind einfach wunderbar schlanke Weine mit Trinkfluß, die auch zu passenden Speisen richtig viel Freude machen.
    Definitif kaufens- und preiswert.
    Viel Spass damit!
    LG
    Marco

  3. ralph sagt:

    Hallo marco,

    dann muss ich den “einfachen” von Cuilleron auch mal bestellen. Ich hatte letzte Woche die Einstiegsweine (Cotes du Rhone) von Jamet und Clape im Glas. Beide 100% Syrah, tolle Frucht, schlank, schöner Trinkfluss bei Beiden, wobei der Jamet mir ein wenig besser geschmeckt hat.

    Grüße ralph

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