Prieler Johanneshöhe 2007

Ich finde Blaufränkisch-Weine kann man gar nicht genug empfehlen, denn sie verdienen in ihrer oftmals sehr eigenständigen und tiefgründigen Art einfach mehr Aufmerksamkeit.

Man sollte sie in ihrer Jugend, wo sie etwas ruppig und säurebetont daherkommen können, nicht unterschätzen, denn wie man an diesem Einstiegswein vom Weingut Prieler sieht, können selbst die eher einfachen Qualitäten etwas Reifung vertragen, um sich zu harmonisieren.  

Im Duft brilliert Brombeere in Reinform. 

Sortentypische Würze von schwarzem Pfeffer. Etwas Lakritz.

Mit feiner Süße. Alles ist dicht und elegant verwoben.

Am Gaumen vollmundig und saftig mit schöner Reifemilde. Wieder Brombeere und Sauerkirsch. Geniale, fast schon burgundische Süße. Die Tannine sind schön integriert. Superanimierender Trinkfluß.

Ein wirklich leckerer, kräftiger Roter mit nicht unerheblichem Suchtfaktor.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Jetzt in perfekter Trinkreife.

Wirkt reifer als der ebenfalls gute 2008er.

jetzt und weitere 3 Jahre

9,90 € bei www.fiwimo.de

Dafür gibt´s dicke 

 

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2 Antworten auf Prieler Johanneshöhe 2007

  1. marco sagt:

    Hallo Ralph,
    danke für Deine Empfehlungen, da werde ich mich bei Gelegenheit mal ranmachen.

    Aus meiner Erfahrung macht Prieler seine Weine immer etwas gefälliger und runder als E. Triebaumer, aber ebenfalls sehr schön sortentypisch.
    Normalerweise trinkt man den Einstiegsblaufränkisch´der Weingüter ja eher früher und da die “burgundische Süße” beim Johanneshöhe 2007 mit Sicherheit auch auf die Flaschenreife zurückzuführen ist, verpasst man die dann einfach. (Der Wein ist natürlich nominell knalletrocken.)
    Auch die einfachen Qualitäten der Topweingüter, zu den beide ja ohne Frage zählen, werden besser mit der Zeit.
    Der Wein verändert sich auch beim Trinken mit zunehmender Belüftung, macht dabei auf und zu. Ich fand ihn am zweiten Tag am Besten und am “Süßesten”.

    LG
    Marco

  2. ralph sagt:

    Das hört sich gut an. Mein Blaufränkisch-Favorit in dieser Preisklasse war bisher der Ried Gmärk von Triebaumer. Den würde ich ähnlich beschreiben. Nur die “fast schon burgundische Süße” konnte ich bisher bei einem Blaufränkisch nicht erschmecken. Da fehlt mir wahrscheinlich noch die Erfahrung.

    Die Blaufränkischen/Lemberger aus dem Remstal/Ba-Wü finde ich übrigens auch sehr interessant. Ich denke da vor allem an die Weine von Ellwanger oder Schnaitmann.

    Grüße Ralph

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