Cadet-Piola St. Emilion Grand Cru Classé 2005

Für dieses Chateau möchte ich hier und jetzt einmal eine Lanze brechen, da es die klassischen Qualitäten Bordeaux´s verkörpert und hier mit dem Jahrgang 2005 ein wirklich schöner Wein gelungen ist.

Am 2005er Cadet-Piola wirkt nichts überreif oder überextrahiert.

Der Holzfaßeinsatz ist sehr moderat und fein.

Komplexe feine Nase von Schwarzkirsche, Cassis, Ingwer, Brioche, Eisen, Tabak und dezenter Kaffeenote.

Am Gaumen mit süßem reifem Kern.

Trotzdem bleibt die kirschige Frucht eher kühl und dabei sehr klar, was auch auf eine ausgeprägte Säure zurückzuführen ist.

Die als Jungwein doch recht harten Tannine sind mittlerweile stark zurückgetreten und integrieren sich zusehends.

Mittlerer Körper.

Noch erscheint der Cadet-Piola mir etwas unharmonisch, er sollte aber in spätestens 2 Jahren in eine optimale Trinkreife laufen.

Damit  ist er ein schlanker, feiner St.Emilion, den man heuer so eher selten antrifft.

Wer auf dicke Power-St.Emilions steht, ist hier vollkommen fehl am Platz und wird enttäuscht sein.

Dekantieren.

Leider ist dieser Grand-Cru-Classé mittlerweile ziemlich teuer geworden.

Trinkfenster 2013-2018

29,95 € bei Gute-Weine-Lobenberg

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3 Antworten auf Cadet-Piola St. Emilion Grand Cru Classé 2005

  1. Pingback: Château Faurie de Souchard Saint Emilion Grand Cru Classé 2005 | betterwine.de

  2. marco sagt:

    Hallo Ralph,

    auf diesen Wein noch etwas zu warten lohnt sich sicher.

    Ich habe ihn jetzt schon 4 Mal in den verschiedensten Trinkstadien verkostet und muss sagen, dass es spannend ist, seine Entwicklung zu verfolgen.
    Zwischenzeitlich war er tatsächlich total zu, was z.B. bei Cellartracker zu ziemlich schlechten Bewertungen geführt hat.
    Ich vermute aber, dass er seine beste Zeit noch vor sich hat:
    In 1-2 Jahren erhoffe ich mir noch mehr Harmonie und Süße.
    Ein schlanker Geselle wird er aber immer bleiben. Aber auch ein feiner.
    Ich mag das.
    LG
    Marco

  3. ralph sagt:

    Ich hatte den Wein kurz nach der Arrivage im Glas und war maßlos enttäuscht, ob seiner doch recht harschen abweisenden Tannine (Anfängerfehler…).

    Die zweite Flasche im Oktober 2011 war dagegen sehr schön: Schlank und kirschfruchtig, wie Du es beschrieben hast. Einfach sehr gut. Kein Vergleich zum doch sehr ausladenden Monbousquet.

    Grüße ralph

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