Château Faurie de Souchard Saint Emilion Grand Cru Classé 2005

Nachdem Marco dem Cadet Piola 2005 ja schon eine erste, naja, Trinkreife attestiert hatte, wollte ich einem weiteren klar unterbewertetem St. Emilion eine Chance geben, und zwar dem Faurie de Souchard aus gleichem Jahr, also 2005. Der Wein lag hier bei den Händlern zur 2005er Arrivage wie Blei in den Regalen, so daß seinerzeit der Preis sogar von 19,90 auf noch freundlichere 14,50 reduziert wurde. Faurie de Souchard ist ein für Bordelaiser Verhältnisse Kleinstweingut mit gerade einmal 14ha unter Reben, ein Familienunternehmen beraten vom Flying Winemaker Stéphane Derenoncourt. Das Weingut liegt im Norden des Anbaugebietes, appellationstypisch überwiegend Lehmböden mit einem Kreideanteil und Sand an Ausläufern der Erhebungen.

Ich hatte den Wein schon einmal vor gut anderthalb Jahren verkostet, er zeigt sich mittlerweile zwar immer noch jugendlich, aber schon deutlich weiter entwickelt, vor allem was das seinerzeit massive Tannin angeht. In der Nase fette Schwarzkirsche, Cassis, Brombeere, etwas blutiges Fleisch, süßes Holz, Schokolade, Kaffee, Röstaromen, leicht erdig.

Am Gaumen mit guter Säure, mittlerer Körper, saftige, feinkörnige Textur, süßer Kern aus Kirsche, Cassis und Pflaume, im Abgang tolle Röstaromen, jede Menge Schoki und Kaffee, zur Zeit im Abgang noch etwas trocknendes Tannin. Der Wein ist verführerisch und elegant, nicht unbedingt komplex aber dafür einfach rund, dürfte je nach Lagerung in 1-2 Jahren in sein Trinkfenster gelangen, kann aber auch jetzt schon ohne großes Leiden getrunken werden. Knappe 3 Punkte.

Gekauft in der Arrivage (Cora) für 19,90 EUR / Trinkfenster 2013– 2019
Online 2005 nicht mehr gefunden, bei  Lobenberg’s kann man  für 24,90 EUR den 2010 subskribieren.

 

 

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