Maximin Grünhäuser Abtsberg Kabinett 2010

Bei diesem Wein aus meiner Heimat bin ich etwas irritiert.

Denn der wäre ein uneingeschränkt leckerer fruchtiger Ruwerkabinett, hätte er im Moment nicht so eine spürbare Schwefelnote, die je nach Belüftungszustand in der Nase nur wenig bis (leider) sehr stark zum Vorschein tritt.

Deshalb würde ich jedem, der diesen Wein kaufen will, oder ihn im Keller liegen hat, raten, ihn noch 1 Jährchen zu lagern, damit sich diese unangenehme Note weiter abbauen kann.

Und weitere Lagerung sollte für diesen Wein kein Problem sein, denn er hat genug Substanz an Frucht, Restzucker und Säure für weitere 5 Jahre im Keller.

Das nur vorweg, denn dieser Riesling aus der schubertschen Monopollage Abstberg,  ist eigentlich ein sehr guter Vertreter seiner Herkunft.

Nachdem ich ihn 3 Tage belüftet habe, legt sich das Problem mit dem Schwefel.

Dann ist er im Bouquet sehr mineralisch, mit gelber Steinobstfrucht, Stachelbeere und spannendem Kräuterduft. Spontinoten.

Mundfüllend saftig, mit animierender Säure. Intensive, tiefgründige Frucht von Mandarine, grünem Apfel, roter Johannisbeere, Grapefrucht und Maracuja. Dabei pikant, kräutrig,  mit salziger Mineralik. Bleibt nach. Phantastisch lecker.

Das macht bei 8 % Alkohol einfach richtig viel Spaß.

Passt gut zu leckeren Fruchttörtchen.

Falls jemand den Wein zur Probe zur Verfügung hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Trinkfenster 2013-2018

13,90 € bei weinart

Für das, was er eigentlich ist gibt´s

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