Château Monbrison 1996

16 Jahre und noch kein bisschen müde: Monbrison 1996

Bordeaux 1996 verhält sich zu 1995 in etwa wie 1986 zu 1982: Weniger hedonistisch, dafür robuster, langlebiger und mit sehr kräftigem Tannin gesegnet. Während die Weine vom rechten Ufer nicht so gelungen sind, zeigen sich die Gewächse von der anderen Seite in Bestform. Größere Weine aus diesem Jahrgang würde ich auch heute noch eher im Keller belassen, aber ein Cru Burgeois wie Monbrison sollte doch schon halbwegs zugänglich sein?

Changiert in der Nase noch stark, verhaltenes Margaux-Parfum, floral, dunkelfruchtig, Brombeere, Johannisbeere, Waldboden, Pilze, Zeder, Meersaum und die für Monbrison, der immer auch Médoc und nicht nur Margaux ist, typische Erdigkeit.

Am Gaumen noch kein bisschen alt, druckvoll, sehr dicht, saftig, fleischige Textur. Im positiven Sinne mit merklicher Säure, üppiger aber kühler  dunkelbeeriger Frucht, später mit immer mehr Cassis, angenehm zurückhaltender Extraktsüße, mineralisch-salzig, erdig, das eher rustikale Tanningerüst ist noch deutlich spürbar, zeigt im Abgang aber schon ersten feinen Schmelz.

Feiner Stoff, Monbrison-typisch etwas rustikal, jetzt gut trinkbar, hat aber sicher noch ein paar Jahre vor sich. 12.5% Alkohol. Knappe drei Punkte.

Gekauft auf Ebay für 27,00 EUR / Trinkfenster jetzt – 2017
Online leider nicht mehr gefunden

 

Dieser Beitrag wurde unter Bordeaux, Frankreich, Margaux abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen