Château d’Armailhac 2000

Nein, ich habe mich nicht auf d’Armailhac eingeschossen. Klar, das der 1994er so enttäuscht hat war sicher auch dem Jahrgang geschuldet. Da ist es doch nur fair, den besten d’Armailhac aufzufahren, den zumindest der betterwine-Keller zu bieten hat, und das wäre ein netter 2000er.

Typischer Paulliac, aber leider viel zu teuer. Château d’Armailhac 2000

In der Nase typisch Paulliac: Neben Cassis, Brombeere und dunkler Kirsche die klassischen Noten von Zedern, staubiger Bleistiftspitze, etwas Tabak, Leder und Erde, Menthol.

Da kommt der Gaumen leider nicht ganz mit. Schöne, spülende Säure, elegant, aber mit zuwenig Struktur, etwas eindimensional, die kühle Frucht ist sehr zurückhaltend, Würznoten, fast vollständig abgeschmolzenes, aber auch ganz leicht unsauberes Tannin im eher kurzen Abgang.

Nicht schlecht, sogar ganz gut, schöne Paulliac-Typizität, natürlich um Längen besser als der 1994er. Wirkt aber auch etwas freudlos, angestrengt und fast schon gezehrt. Sieht im direkten Vergleich mit z.B. dem Lanessan 2000 nicht besonders gut aus. Wenn man dann noch in Betracht zieht, das der d’Armailhac mehr als doppelt so teuer ist…

Gekauft für ca. 40,00 EUR auf Ebay / Trinkfenster jetzt – 2016
Online gefunden bei Unger Weine für 49,98 EUR

 

 

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