Bordeaux 2011 Arrivage: Larrivet Haut-Brion, Tour de Pez, Clos Rene, Chantelune

Foire aux Vins in Luxembourg und Frankreich, wie immer eine Gelegenheit, sich erste Eindrücke über den aktuell gefüllten Bordeauxjahrgang, also 2011, zu verschaffen. Das Angebot war allerdings relativ übersichtlich, die Lager sind noch voll mit dem vorherigen Jahrgang. Entsprechend stehen überwiegend 2010er zum Verkauf, die mit deutlichen Abschlägen zu den Subskriptionspreisen aufwarten. Um nur einige zu nennen: Giscours 45,00 EUR, Smith Haute Lafitte 85 EUR, Lynch Bages 125 EUR, Lafon Rochet 36 EUR. Das ist natürlich immer noch nicht günstig, aber teilweise 30-40% unter den momentanen Listenpreisen. Wer also noch jung und mit ausreichend Kleingeld ausgestattet ist, macht hier mit einer Kiste Giscours oder dem genialen Smith Haute Lafitte sicher keinen Fehler.

Kleinere Bordeaux 2011 in der Arrivage: Clos René, Tour de Pez, Larrivet Haut-Brion, Chantelune

Kleinere Bordeaux 2011 in der Arrivage: Clos René, Tour de Pez, Larrivet Haut-Brion, Chantelune

Genug von 2010, hier unsere ersten Eindrücke von einigen kleineren 2011ern, die wir über mehrere Tage beobachten konnten:

Der Château Larrivet Haut-Brion 2011 (13.5% Alkohol, 50% Cabernet Sauvignon, 50% Merlot) ist in der Nase erst einmal zurückhaltend, kühl, Kirsche, vegetabile Noten, dezente Vanille, rustikale  Röstaromen vom Holz. Wird später feinfruchtig und zeigt dann diese betörende, pessac-typische Melange aus süßer Würze und Sandelholz.

Der Eindruck am Gaumen ist zunächst auch gut, mittlerer Körper, klar, frisch und animierend, Frucht und Säure befinden sich in schöner Harmonie, süße Würznoten, etwas Vanille und Röstaromen vom Holz. Das Tannin im Abgang ist leider unsauber, bissig und grün, mithin unreif. Das gibt sich nach einigen Tagen an der Luft etwas, verschwindet aber nicht vollständig. Für einen Wein dieser Preisklasse eigentlich inakzeptabel und höchst bedauerlich, denn hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Die Zeit sollte es richten, aber jung macht der Wein keine Freude. (g-ggg, ab 2022, gekauft für 24 EUR)

Der Clos René 2011 (13.5% Alkohol) zeigt sich mit einer fruchtigen und intensiven Nase, Schwarzkirsche, leicht marmeladig, Kaffee, dunkle Schokolade.

Am Gaumen erstaunlich dicht und muskulös, zur Zeit noch unharmonisch, schöne kirschige Frucht, das  rustikale Tannin ist leicht trocknend und auch etwas unsauber, hat sonst aber eine schöne schokoladige Note. Insgesamt wie immer eher eindimensional, aber sehr intensiv. Ein ordentlicher Brocken Pomerol. Erinnert ein wenig an den 2008er, auch kein Frühtrinker (gg, ab 2020, gekauft für 20 EUR).

Da heult der Wolf den Mond an: der Chateau Chantelune 2011 ist ein modern gemachter, internationaler Merlot aus Margaux

Da heult der Wolf den Mond an: der Chateau Chantelune 2011 ist ein modern gemachter, internationaler Merlot aus Margaux

Château Chantelune hatte ich heute zum ersten Mal im Glas. Das relativ kleine Weingut aus der Appellation Margaux wird von dem dem technischen Direktor von Cantenac Brown, José Sansfins,  vollständig biodynamisch bewirtschaftet. Steht mit 13% Alkohol im Glas, offensichtlich ein sehr hoher Merlot Anteil.

In der Nase Kirsche, etwas Cassis, feiner Tabak, Lakritze, Würznoten, Vanille, etwas Kokos später sogar eine Idee von zurückhaltendem Margaux-Parfum.

Am Gaumen sehr komplett und rund, schöne Säure, feine, rotbeerige Frucht, durchaus mit Extraktsüße, Cabernet-Würze, feinkörniges, süßes  Tannin im Abgang. Sehr gefällig, modern und international gemacht, vielleicht ein wenig zuviel Holz für die Substanz des  Weines, eher für den direkt Genuß gedacht  (gg+, 2015-2020, gekauft für 22 EUR).

In der Nase zurückhaltend ist der Château Tour de Pez 2011. 13% Alkohol, 76% Merlot, 24% Cab Sauvignon). Kirsche, leicht süße Würze, ganz subtile Anklänge von Kaffee und Röstaromen. Am Gaumen schlank, fast schon streng, saftig mit guter Säure, rote Frucht, Kirsche, etwas Schmelz, leicht erdig, Kaffee und Röstaromen. Das Tannin ist auch hier eher rustikal und trocknend, integriert sich mit mehr Luft aber gut. Zeigt am zweiten Tag auch dunkle Beeren, Cassis und etwas Brombeer. Alles in allem zwar hochgradig unspektakulär, aber zumindest ein blitzsauberer, klassischer Saint Estephe, der geradezu nach Essen schreit (gg, 2016-2022, gekauft für 14,50 EUR).

Die Weine sind nicht schlecht, aber das Thema des Jahrgangs ist wohl die phenolische Reife, auch scheint die Qualität insgesamt eher unregelmäßig zu sein. Wie es aussieht werde ich am Sonntag an einer Probe mit diversen 2011ern Grand Crus teilnehmen können, um dort die Eindrücke auf einem anderen Level noch etwas vertiefen zu können.

Veröffentlicht unter Bordeaux, Frankreich, Margaux, Pessac-Leognan, Pomerol, Proben & Gelage, St. Estephe | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sottimano Langhe Nebbiolo 2010

Geradlinig und herzhaft: Sottimano Nebbiolo Langhe 2010

Geradlinig und herzhaft: Sottimano Nebbiolo Langhe 2010

Da unser Wein des Monats im September wegen fehlender Zeit und Muße ausgefallen ist, können wir bei stetig fallenden Temperaturen und ersten richtig kühlen Nächten als besondere Empfehlung jetzt gleich zu einem herbstlichen Rotwein kommen.

Weine aus der Nebbiolo-Traube sind bekanntermaßen nicht jedermanns Sache, was   an den recht garstigen Tanninen liegt, die diese Traube produziert und die oftmals sehr lange brauchen, um sich zu integrieren, wenn das überhaupt je passiert, ehe sich die Frucht über die Jahre des hoffnungsfrohen Wartens dann doch verabschiedet hat.

Sicher, es gibt auch eher weiche Vertreter, bei denen man kellertechnisch und durch den Ausbau in neuen Barriques nachgeholfen hat, um konsumentenfreundlichere Rote zu erzeugen. Diese reifen dann aber oftmals recht schlecht und wirken durch ihre aufgesetzte Modernität eher charakterschwach und austauschbar. Über das, was in Supermärkten und Discountern unter dem Namen Barolo oder Barbaresco angeboten wird, wollen wir erst gar nicht reden.

Dass es einen guten zeitgemäßen Mittelweg zwischen Ambition und Sortenidentität gibt zeigt der Langhe Nebbiolo von Sottimano hingegen auf gelungene Art und Weise.

Die Trauben für diesen Wein stammen von einer klassischen Lage im Barbarescogebiet, am Rande des Bereiches Neive, die knapp 4 ha umfasst. Sie wären also durchaus als Barbaresco klassifizierbar. Da die Reben, die sie hervorbringen aber noch nicht das Alter erreicht haben, um wirklich komplexe Weine mit Schmelz und Tiefe hervorzubringen, verzichtet die Familie Sottimano auf diesen Status und bringt diesen Wein als einfachen Nebbiolo Langhe auf den Markt.

Die Pflege des Weinbergs erfolgt nach der Philosophie des Hauses so schonend wie möglich, genau wie die Arbeit im Keller.

Hier wurden die gesunden, reifen Trauben des 2010er Jahrgangs entrappt und über zwei Wochen mazeriert und durch eigene Hefen vergoren. Das sorgte für eine intensive Aromatik und kräftiges, reifes Tannin, das danach durch den Ausbau in zu einem Viertel neuen Fässern aus dem Burgund, harmonisiert wurde. Gefüllt wird bei Sottimano grundsätzlich ungefiltert und ohne große Schönungsmaßnahmen.

Im Glas zeigt dieser kleine Nebbiolo dann alles, was man von ihm erwarten kann, aber erst wenn man ihn mindestens 4 Stunden karafiert, oder über mindestens einen Tag in der offenen Flasche belüftet hat.

Im Duft noch zurückhaltend, mit kompakter, kühler Frucht von roten Waldbeeren und Kirsch. Spürbare, aber passende ätherische Holznote mit Anklängen von orientalischen Gewürzen. Lakritzige Herbe. Muskat. Orangenblüten. Weißer Pfeffer. Mit zunehmender Zeit an der Luft entwickelt sich dann sogar eine elegante Süße.

Am Gaumen bleibt er aber immer fordernd, mit typischem tanninherben und zugleich extraktsüßem und säurefrischem Spiel. Kristalline, wiederum rotbeerige Frucht.

Bleibt pelzig nach und verfügt auch deshalb über keine große Länge, was man aber auch nicht erwarten darf, zumindest nicht im jugendlichen Stadium, in dem sich der Wein noch befindet.

Dafür hat seine transparente, schlanke Art, die aber vom unterschwelligen, reifen Extrakt getragen wird, einen appetitanregenden Charakter, der ihn zu einem tollen Begleiter zur kräftigen herbstlichen Pilzpfanne oder zur Entenbrust macht.

Er wird sich sicher noch verbessern und harmonisieren, dabei aber wahrscheinlich immer auch ein rauher, geradliniger Geselle bleiben. Das ist ganz einfach sein (typischer) Charakter.

In 1-2 Jahren sollte er seine beste Trinkphase erreichen. Dann wird er sicher noch ein paar Jährchen halten.

14,90 € bei Kölner Weinkeller ,jetzt und weitere 5 Jahre

3G

 

Veröffentlicht unter Piemont | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Chateau les Bertrands Nectars des Bertrands 2010

Sicher eine der angenehmsten Überraschungen aus dem Bordelais war im letzten Jahr  der 2009er Nectar des Bertrands. Ein hedonistischer, verführerischer Spaßwein vom rechten Ufer, der für relativ kleines Geld auf Grand Cru Niveau überzeugen konnte.

Da könnte der 2010er, der sich nun ein paar Wochen im Keller vom Transportstress erholt hat, doch vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegen?

Bringt leider nicht besonders viel Spaß ins Glas: Nectar des Bertrands 2010.

Bringt leider nicht besonders viel Spaß ins Glas: Nectar des Bertrands 2010.

Direkt aus der Flasche ins Glas passiert erstmal nicht viel. Wie die meisten 2010er ist auch der Nectar schon aus der ersten Fruchtphase raus und hat sich verschlossen. Dekantieren hat auch nicht wirklich was geholfen, zugenagelt wäre somit vielleicht treffender. In der Frucht also eher verhalten, Kirsche, Brombeere, leicht marmeladig, noch klar vom Holz dominiert, dezente Vanille, Kaffee und Röstaromen.

Am Gaumen mit mittlerem Körper, wirkt zur Zeit eher unharmonisch. Kräftige und spitze Säure, die den Wein in etwas unangenehmer Weise fast schon überlagert. Der Fruchtkern ist dicht aber auch etwas undifferenziert, nicht übermäßig konzentriert, Schwarzkirsche und dunkle Beeren. Im Abgang deutliches, feinkörniges Tannin, Kaffee, Röstaromen und Bitternoten im Abgang.

Es braucht einige Tage in der angebrochenen Flasche, bis sich der Wein etwas öffnet, weicher wird und seinen durchaus vielversprechenden, tiefen Fruchtkern offenbart. Die Säure steht aber immer noch wie ein Fremdkörper im Glas. Ich wäre also nicht völlig überrascht, wenn mir jemand sagen würde, dass hier nachgesäuert wurde.

Der aktuelle Nectar des Bertrands ist leider kein Vergleich zu dem verführerischen, hedonistischen 2009er, bei dem wirklich alles gepasst hat. Das hier ist halt ein typischer 2010er Bordeaux:  Fruchtphase vorbei,  mit allem am Limit, teilweise darüber und nichts passt so richtig zusammen. Im Moment leider gänzlich uncharmant – da bleibt erstmal nur die Hoffnung, dass 8-10 Jahre im Keller es richten werden. Wie bei vielen Bordeaux aus diesem Jahrgang ist das aber alles andere als eine abgemachte Sache.

Gekauft bei Winelive für 13,90 EUR (Sub.), jetzt 18,50 EUR / Trinkfenster 2020 – 2026

2G

Veröffentlicht unter Bordeaux, Cotes de Blaye, Frankreich | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Henrik Möbitz Ölberg 2009

Geht doch: Ein spontanvergorener, eigenständiger Pinot aus Baden: Henrik Möbitz Ölberg 2009

Geht doch: Ein spontanvergorener, eigenständiger Pinot aus Baden: Henrik Möbitz Ölberg 2009

Henrik Möbitz ist ein echter Garagenwinzer, der Weinbau als anspruchsvolles Hobby betreibt. Die Produktionsmengen sind mit um die 2,500 Flaschen pro Jahr sehr übersichtlich, gerade mal 0,6ha werden am Ölberg im badischen Ehrenstetten bewirtschaftet. Es wird sensibel und naturnah gearbeitet, spontan vergoren, die Weine nur minimal chaptalisiert und kaum geschwefelt, unfiltriert und ungeschönt gefüllt.

Wir hatten seine Weine anlässlich einer großen Probe schon mal im Glas, unser Interesse war geweckt. Vom 2010er Jahrgang lagern schon ein paar Flaschen in den Tiefen des betterwine-Kellers, der 2009er Ölberg war jetzt fällig.

In der Nase feine, hochreife Himbeere und Erdbeere, süße, fast schon balsamische Würze, leicht ätherische und florale Noten, klar und präzise. Mit mehr Luft auch  zurückhaltende Lakritze, die Frucht wird dunkler, Brombeere, Cassis.

Am Gaumen saftig, mit lebendiger Säure, harmonisch, mit Struktur, nicht weichgespült, hat durchaus Ecken und Kanten. Es sitzt alles perfekt, kein Gramm Fett zuviel. Schöne Extraktsüße ummantelt den Fruchtkern, dezente Würznoten, mineralische, leicht salzige Anklänge, erster Schmelz, das Tannin ist fein und hat noch leichten Biss.

Tiefgründigkeit und Komplexität würde ich dem Ölberg 2009 nicht unbedingt attestieren, aber das ist ja auch immer eine Frage des Maßstabes. Es ist ein schöner Pinot, der vor allem durch Trinkfluß, Harmonie und Eigenständigkeit überzeugt. Ein Wein, den zumindest ich am liebsten in großen Schlucken genießen möchte!

Eigenständig, nicht klassisch burgundisch, aber deutlicher näher am französischen Pinot als am archetypischen, häufig etwas bräsigen deutschen Spätburgunder. Für sein Potential in den nächsten Jahren drei Punkte.

Gekauft für 25,00 EUR bei Wein Forster / Trinkfenster jetzt – 2020

3G

 

Veröffentlicht unter Baden, Deutschland, Weine | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Domaine de la Vougeraie Les Pierres Blanches Rouge Côte de Beaune 2009

Braucht Geduld: Domaine de la Vougeraie Côte de Beaune Les Pierres Blanches 2009

Braucht Geduld: Domaine de la Vougeraie Côte de Beaune Les Pierres Blanches 2009

Die Domaine de la Vougeraie ist kein historisch gewachsenes Weingut mit langer Tradition, sondern ein Kunstprodukt der Boisset-Familie, die  1999 rund 35ha ihrer besten Lagen in ganz Burgund unter diesem Namen zusammengefasst hat. Es ist also weniger ein klassisches Weingut als vielmehr die Abteilung Boutique-Weine des drittgrößten Weinkonzerns weltweit.

Die Boisset-Gruppe macht deutlich über 250 Millionen Euro Umsatz im Jahr, überwiegend mit, nennen wir es mal wohlwollend massenmarktkompatiblen Weinen, nicht nur aus Burgund sondern aus ganz Frankreich und den USA (Boisset Family Estates). Bei der Domaine de la Vougeraie hat man von Beginn an kompromisslos auf Qualität gesetzt, seit 2001 wird dort biodynamisch gearbeitet. Mit mittlerweile 37 zertifizierten Hektar unter Reben ist die Domaine de la Vougeraie damit der größte Produzent biodynamischer Weine im Burgund.

Les Pierres Blanches beschreibt nur den kalkhaltigen, steinigen Boden des Montagne, einer Hügelformation direkt in der Gemeinde Beaune. Die Lage dort heißt Côte de Beaune, nicht zu verwechseln mit den Appellationsbezeichnungen Côte de Beaune Villages oder gar Hautes Côtes de Beaune. Und da sage nochmal einer, deutsche Weinetiketten wären verwirrend…

Der Wein selbst kommt 16 Monate in Fässer aus Allier Eiche, davon 30% Erstbelegung. Entsprechend in der Nase zunächst noch stark vom Holz dominiert, ätherische Noten, rauchig, Kirsche, süße Himbeere, wenig subtil, dafür aber sehr intensiv. Am Gaumen dicht und stoffig für einen Pinot Noir, gut strukturiert, sehr extraktreich, runder Fruchtkern, vor allem Kirsche, mineralische Anklänge, im Abgang süße Würze und feines Tannin vom Holz.

Am ersten Tag noch verschlossen und etwas ruppig, entwickelt er sich über mehrere Tage, wird runder, weicher und auch duftiger mit Veilchen und Flieder. Am Gaumen zwar immer noch mit Druck und Substanz, zeigt er sich jetzt von seiner femininen Seite. Die Frucht deutet eine gewisse Vielschichtigkeit an, seidige Textur, Tannin und Holz haben sich gut integriert, der Wein bleibt dabei immer saftig und frisch.

Der Pierres Blanches ist weniger pur und transparent als z.B die Monthelies von Suremain und wirkt im direkten Vergleich etwas gemacht. Das allerdings auf hohem Niveau und perfekt ausbalanciert. Ein typischer 2009er, der aber erst nach 4-5 Jahren im Keller aufblühen wird. Wer die Zeit mitbringt, bekommt hier einen sehr guten Wein zu einem angemessenen Preis.

Gekauft für 23,90 EUR bei weinkosmos.de / Trinkfenster 2017-2021

3G

Veröffentlicht unter Beaune, Burgund, Frankreich | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bodega Y Vinedos Akilia “K” D.O. Bierzo weiß 2011

2013-08-05-11-34-49-641

Der Wein

Dieser Weißwein vom kleinen, jungen Weingut Akilia ist etwas Besonderes und das, obwohl der verantwortliche Winzer Mario Rovira eigentlich nichts Außergewöhnliches machen möchte, außer dem ursprünglichen, traditionellen Wein der Region Bierzo wieder einen Platz zu geben.

Der gebürtige Barceloner kam Ende 2010 nach Ausbildung und Lehrjahren im Ausland (zuletzt bei Chateau La Fleur-Petrus) ins Bierzo, wo er nach ausgedehnter Suche nach dem passenden Ort in Spanien für sein eigenes Weinschaffen, dort alte Weinberge auf einzigartigem Terroir gefunden hat, von denen er mit dem Jahrgang 2011 seine ersten eigenen Weine gefüllt hat.

Der K stammt von zwei alten, insgesamt 0,5 Hektar große Parzellen in der Nähe von Ponserrada, die er auf Vordermann gebracht hat und die mit den weißen Sorten Palomino Fino, die auch aus der Sherryproduktion bekannt ist, und Doña Blanca, einer autochthonen Rebsorte der Region Bierzo und der benachbarten galizischen Anbaugebieten, bestockt sind.

weinberg

Der Weinberg

Auf anderen Parzellen steht die traditionelle Rotweinsorte des Bierzo, Mencia, aus der er zwei Rotweine produziert, u.a. den Lagenwein Chano Villar, der mir bei einer Verkostung, als ebenso spannend und individuell, wie der weiße K in Erinnerung geblieben ist.

Insgesamt bewirtschaftet Mario Rovira 3 ha Weinberge in Höhenlagen zwischen 600-800 m, die alle durch Schiefer- und Quarzitböden geprägt sind.

Auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden verzichtet er ganz, die Bewirtschaftung der Weinberge und die Arbeit im Keller verrichtet er unter biodynamischen Aspekten.

Die Weine werden alle spontan vergoren, es werden keine Additive zugesetzt, geschwefelt und gefiltert wird nur bei Bedarf und wenn, dann nur gering.

Der Ausbau des K erfolgt über ca. 7 Monate auf der Feinhefe im nur teilweise neuen französischen 228-Liter-Faß.

Doch nun zum Wein.

Der ist ungewöhnlich und herausfordernd, dabei zugleich zurückhaltend und feingliedrig.

Er zeigt eine feine und komplexe Duftansprache, mit rauchigen Vergärungsnoten, Feuerstein, feinen Zitrusaromen, weißem Pfirsisch, Holunderblüte und frischer Haselnuß, unterlegt von dezenten, nur unterstützend in Erscheinung tretenden Holzaromen.

Am Gaumen ist er griffig, mit lebendigem, zitrusfrischem Säurenerv und feinem aber zugleich dichtem Schmelz. Er präsentiert sich schlank und fokussiert, dabei salzig, knalletrocken und mit feinem Bitter-Sauer-Spiel im Abgang.

Mit seiner hefigen, eher unspektakulären Art ist er ein wahrer Anti-Blockbuster mit zugleich rohem und doch hintergründig ausgeprägt filigranem Charakter.

Seine Rebsatzverwandschaft läßt aromatische Assoziationen zum Fino-Sherry zu.

Daß er nicht gefiltert ist, zeigt sich deutlich gegen Ende der Flasche, wo er leicht milchig ins Glas fließt.

portrait

Der Winzer

Der K ist in seinem ersten Jahrgang vielleicht noch kein großer Wein, er zeigt aber potenzielle Ansätze dazu und ist seinen Preis wert.

Sicher ist er nicht für Jedermann geeignet, denn man sollte etwas Experimentierfreude mitbringen, um sich Zugang zu diesem Weißen zu verschaffen, der dem Genießenden nicht primärfruchtig aus dem Glas entgegen springt, sondern von diesem in nicht geringem Maße erobert werden will.

Zu leichten Fischgerichten ist er ein sehr guter Begleiter. Ich hatte ihn zu einem gebratenen Filet vom Barsch und fand ihn äußerst passend und mit tollen Feinheiten.

Ich bin sehr neugierig zu beobachten, wie sich das Projekt und die Weine von Winzer Mario Rovira weiter entwickeln werden.

Hier könnte etwas Einzigartiges heranwachsen, das in ein paar Jahren in aller Munde sein wird.

Trinktemperatur zwischen 9-12°C, 12 % Alkohol, ca. 70% Palomino Fino, 30% Doña Blanca, jetzt und 3 Jahre, vielleicht auch länger

24,80 € bei Ravenborg Pan y Vino

3G

Veröffentlicht unter Bierzo | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Domaine Michel Lafarge Bourgogne 2010

Für einen einfachen Bourgogne eine bestechende Qualität bringt der Michel Lafarge Bourgogne 2010 ins Glas.

Für einen einfachen Bourgogne eine bestechende Qualität bringt der Michel Lafarge Bourgogne 2010 ins Glas.

Von Michel Lafarge, sicherlich einer der besten Domaines an der Côte d’Or, zudem noch biodynamisch arbeitend, kommt heute der einfache Bourgogne 2010 ins Glas. Das gleich so unverblümt zu Anfang einzuräumen war  vielleicht ein Fehler, denn die meisten Leser werden, und das aus gutem Grund, bei der Erwähnung “AOC Bourgogne” nervös mit dem Finger auf ihrer Maus oder dem Screen des Tablets zucken, um sich instinktiv von diesem kleinen Blog-Eintrag ab- und den schöneren Dingen des Lebens zuzuwenden.

Kann ich alles verstehen, einen richtig tollen einfachen Bourgogne hatten wir bisher auch noch nicht im Glas. Nun muss man der Fairness halber sagen, dass der Bourgogne von Lafarge eigentlich ein deklassifizierter Volnay Villages ist, die Anbauflächen sind alles Gemeindelagen innerhalb der Appellation Volnay. Es werden wohl nicht die allerbesten Partien seien, denn der reguläre Volnay von Lafarge kostet etwas mehr als das doppelte, aber für die hier aufgerufenen 18,90 EUR kann man ja auch schon etwas erwarten.

Der Wein ist im Moment recht verschlossen, braucht einige Zeit an der Luft. In der Nase ein typischer Burgunder, reintönige, rote Frucht, Himbeere und Walderdbeeren, später auch süße Kirsche, Pinot-Würze, Mandeln.

Am Gaumen von der lebendigen und sehr kräftigen Säure dominiert, leicht und transparent, zeigt Struktur. Anfangs sehr zurückhaltende, rote Frucht, feine Würze, mineralisch, sauberes Tannin im Abgang. Der kräftige Säurepunch prädestiniert den Wein im Moment geradezu als Speisebegleiter, geht aber auch gut gekühlt auf der Terrasse. Sollte sich in 3-5 Jahren deutlich harmonischer präsentieren. Für einen Bourgogne A.O.C. ist das wirklich eine erstaunlich schöne Qualität, kommt aber natürlich auch mit dem entsprechenden Preisschild.

Empfehlenswert nur für Liebhaber des leichten, transparenten Pinot-Stils, kein Wein für Anfänger.

Gekauft bei weinkosmos.de für 18,90 EUR / Trinkfenster 2015-2020

2G

 

Veröffentlicht unter Burgund, Frankreich, Volnay | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Prieuré Saint-Jean de Bébian Coteaux du Languedoc 2000

Dieser Wein ist nicht einfach, lässt sich in keine Schublade stecken. Auch wenn das hier  mittlerweile meine fünfte Bouteille in vier Jahren ist, hält er immer wieder eine Überraschung in den Tiefen der Flasche bereit.

Den Weinbau brachten die Römer wohl schon im ersten Jahrhundert nach Pézenas im Languedoc, die namensstiftende Prieuré de Saint-Jean de Bebian wurde im 11. Jahrhundert gegründet, 1152 ist dann der Ankauf von Weinbergen durch die Mönche in der Region verbrieft. In den 1970ern wurde das Weingut von Alain Roux wiederbelebt, der einen Großteil der 33ha des Familienbesitzes mit Syrah, Mourvedre und vor allem Grenache neu bestockte. Die per Selection Massale gepflanzten Setzlinge hat sich Roux von Chave (Hermitage), Rayas (Chateauneuf) und Tempier (Bandol) besorgt. Eine weitere Besonderheit ist ein großer Plot, auf dem in der Art eines gemischten Satzes alle 13 Rebsorten der Appellation Châteauneuf-du-Pape gepflanzt wurden. Das Weingut wurde zwischenzeitlich an einen russischen Investor verkauft, der 2000er stammt aber noch aus der Zeit vor der Übernahme.

Ein echtes Biest von einem Wein: Prieuré Saint-Jean de Bébian 2000

Ein echtes Biest von einem Wein: Prieuré Saint-Jean de Bébian 2000

In der Nase blutig, Rauch, eine amtliche Stallnote, Lakritze, Garrique, getrocknete Blumen, Brombeere, süße, eingekochte Früchte, fast schon rosinig, ganz leicht alkoholisch, was bei 14.5% nicht verwundert, changiert immer noch stark, später Kaffee, Röstnoten, etwas Zeder.

Am Gaumen im Antrunk erstaunlich frisch und mit guter Säure, mittlerweile sehr harmonisch verbunden mit dem immer noch massivem Extrakt. Dann der tiefdunkle, eingekochte Fruchtkern, Blau- und Brombeere, Pflaume, der aber gleichzeitig eine gewisse Vielschichtigkeit aufweist. Kräuterige, süße, und mediterrane Würze, aber auch Teer, Lakritze, feines und präsentes, sogar leicht schokoladiges Tannin im Abgang, leider auch mit alkoholischem Feuer, die dichte Frucht hält lange nach. Klingt verrückt, aber gerade im Abgang könnte man auch an Nebbiolo oder Aglianico denken.

Eigentlich sind fette Languedocs mit 14.5% Alkohol und Extrakt bis zur Schmerzgrenze nicht mein Ding (Überraschung!), aber der Prieué Saint-Jean de Bébian hat mich über die Jahre immer wieder zu sich gelockt. Der Wein entwickelt sich nach 13 Jahren immer noch weiter, hat eine ursprüngliche, rohe Qualität, die mittlerweile durch eine gewisse Harmonie und Vielschichtigkeit ergänzt wird. Ein kleines Stück Neuland, ein wilder, kantiger Wein, offensichtlich durchaus lagerfähig, der sich deutlich von den moderneren, auf Hochglanz polierten Weinen des Languedoc abhebt. Das macht ihn nicht unbedingt besser, aber interessanter. Dafür gibt es sehr knappe, aber abenteuerlustige drei Punkte.

Den 2000er habe ich online nicht mehr gefunden, aber der Jahrgang war wohl eh nicht der Beste. Die Französische Weinbotschaft hat 1997er für 16,50 EUR und 2001er für 22,75 EUR, die ich aber beide noch nicht probiert habe. Sollte aber kein Problem sein, es ist ja auch ein Wein für Abenteuerlustige ;-)

3G

 

Veröffentlicht unter Frankreich, Languedoc | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Château de Monthelie – Monthelie Villages 2009 und Premier Cru Le Clou des Chênes 2009

Zwei wirklich schöne Burgunder aus der eher unterrepräsentierten Appellation Monthelie.

Zwei wirklich schöne Burgunder aus der eher unterrepräsentierten Appellation Monthelie.

Im Herzen der Côte de Beaune liegt die mit knapp 120 ha Rebbestand recht übersichtliche und eher unterrepräsentierte Appellation Monthelie, die im Nordosten an Volnay und im Südosten an das Weißwein-Gebiet von Meursault grenzt. Es gibt hier keine Grand Crus, aber mittlerweile immerhin 15 Premiers.

Die besseren Weine aus Monthelie sind, soweit man das Pauschalisieren kann, verwandt mit den femininen, eleganten Volnays, allerdings etwas rustikaler und einfacher gestrickt. Das verwundert wenig, die meisten Premier Crus sind geologisch betrachtet eine Fortsetzung der Volnay-Lage Clos des Chênes und liegen östlich des Dorfes. Einzig die Lagen Les Duresses und Les Clous liegen im Westen Richtung Auxey-Duresses. Dort sind die Bodenbeschaffenheiten anders, was sich auch in den Weinen ausdrückt.

Eric de Suremain arbeitet auf seinem Château de Monthelie schon seit 1996 biodynamisch, gehört also zu den Pionieren in der Region.

Chateau de Monthelie - Monthelie Villages 2009

Chateau de Monthelie – Monthelie Villages 2009

Sein Monthelie Villages 2009 (gg+, jetzt – 2018) wird aus Gemeindelagen und mit einem nicht unwesentlichen Anteil aus Premier Cru Plots an der Grenze zu Volnay gekeltert.

In der Nase très Bourgogne, klassisch, floral, Veilchen, Pfeffer, Himbeere, Kirsche, später auch Walderdbeeren. Wohltuende Abwesenheit von Neuholz, jahrgangstypisch dicht aber mit der typischen Brillianz und Klarheit eines biodynamisch angebauten Weines.

Das setzt sich am Gaumen fort, gute Säure, dichtes, schmeichelndes Extrakt, sehr fruchtbetont, Kirsche, Himbeere, Pinot-Würze, wenig, aber dafür sehr feines Tannin, hält nach. Insgesamt harmonisch und rund mit einem tollen Trinkfluß für einen Wein dieser Klasse, nur an der Struktur mangelt es etwas. Im Moment noch ein bisschen viel Babyspeck für meinen Geschmack, dürfte er in den nächsten Jahren an Präzision und eventuell auch ein wenig an Vielschichtigkeit gewinnen.  Was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Wein im momentanen Stadium auch den Weintrinkern Freude bereiten dürfte, denen Pinots sonst zu anstrengend sind.

Das Premier Cru Le Clou des Chênes 2009 (ggg, jetzt – 2022), übrigens in direkt Nachbarschaft zu Clos des Chênes, zeigt sich ernsthafter und braucht einige Stunden an der Luft. Kirsche, feine, süße Walderdbeere, floral, zurückhaltende Würznoten, lehmige Erde.

Am Gaumen mit fester Struktur, viel Kirsche und Walderdbeeren, die den Mund auskleiden, das fraglose vorhandene Extrakt ist hier viel besser integriert. Subtile Würze, auch eine fast schon schwere Erdigkeit, merkliches Tannin, das schon einen ersten Schmelz andeutet. Insgesamt ausgewogener, strukturierter, aromatisch intensiver und mit deutlich mehr Druck ausgestattet. Der Wein ist zwar weniger zugänglich, eher eine Mischung aus Volnay und Pommard, dürfte aber über die nächsten 5-8 Jahre im Keller weiter zulegen und hat durchaus Potential.

Beide Weine sind empfehlenswert, wobei der Clou des Chênes seinen Aufpreis zur einfachen Villages Abfüllung mehr als wert ist. Es sind für ihren Preis sehr gute Burgunder, die in vergleichbarer Qualität aus einer bekannteren Gemeinde problemlos ein Vielfaches kosten. Da verzichten wir doch gerne auf die großen Namen…

Beide gekauft bei weinkosmos.de
Monthelie Villages 2009 für 19,90 EUR,
Monthelie Premier Cru Le Clou des Chênes 2009 für 26,90 EUR

Veröffentlicht unter Burgund, Frankreich, Monthelie | Verschlagwortet mit , , , , , | 2 Kommentare

La Porte Cadène Saint-Emilion Grand Cru 2009

Die Porte Cadène ist ein altes, etwas bescheidenes Tor, dass über den Zugang zum Stadtkern von Saint Emilion wacht. Darüber hinaus ist es auch Namensgeber für einen der Weine der dort ansässigen Winzergenossenschaft Union de Producteurs de Saint-Emilion.

Wir haben  den Wein  zum ersten Mal 2005 probiert, waren von seinen Qualitäten als schlichter, traditionell gemachtem Bordeaux begeistert und haben uns konsequenterweise – bei dem Preis – einige Kisten in den Keller gelegt. Der 2005er brauchte einige Jahre im Keller und trinkt sich jetzt  sehr gut.

Leider schwankten die folgenden Jahrgänge irgendwo zwischen sehr rustikal (2006) , gänzlich uncharmant (2008) und zu dünn (2007). Das macht Sinn, denn obwohl die Trauben alle von Grand-Cru Lagen stammen, werden dabei natürlich nur die Reste verarbeitet, die nicht in die Prestige-Weine der Chateaux gewandert sind. Solche Weine sind eigentlich ein Segen, denn hier bekommt man mehr oder weniger ungeschminkt die Essenz des Jahrgangs ins Glas – sehr lehrreich.

Da nun mit 2009 der nächste große Jahrgang in den Regalen steht konnte ich nicht umher, trotz der Affenhitze und vorsorglich erst entsprechend spät am Abend, eine Flasche zu köpfen.

Steht in dunklem, fast undurchdringlichem Rot im Glas. In der Nase warme, dunkle Frucht, Schwarzkirsche, Brombeere, schwarze Johannisbeere, Pflaume, stellenweise auch ganz leichte Röstaromen und etwas Schokolade, manchmal aber auch staubiges Holz und eine Idee von Bret. Das kommt alles nicht besonders präzise daher, wirkt aber auch nicht eingekocht oder marmeladig.

Ein Kind seines Jahrgangs mit jede Menge Frucht und Extrakt ist der Porte Cadène 2009.

Ein Kind seines Jahrgangs mit jede Menge Frucht und Extrakt ist der Porte Cadène 2009.

Am Gaumen überwältigt einen erst einmal die intensive, extraktsüße Frucht, Kirsche und Pflaume, reif aber nicht überreif und für einen Wein dieser Preisklasse erstaunlich sauber. In der Säure für meinen Geschmack etwas niedrig, wenig strukturiert, aber mit einer schönen Würze, im Abgang mit erstem Schmelz und durchaus vorhandenem Tannin. Für den Jahrgang sehr humane 13.5% Alkohol.

Nichts großes, aber ein guter Wein, da gibt es nichts zu meckern. Das ist alles auf der fruchtigen, relativ eindeutigen Schiene, aber so ist der Jahrgang halt. Wer das mag, bekommt hier für kleines Geld einen traditionellen, ungeschminkten Bordeaux, den man heute schon aufmachen und trinken kann. Sehr gute zwei Punkte.

Einziger Nachteil: Online habe ich leider keine Bezugsquelle gefunden. Aber es ist ja jetzt Urlaubszeit, und der Porte Cadène ist in vielen Supermärkten in Frankreich, Belgien und Luxembourg zu finden. Vielleicht möchte das ja auch mal der eine oder andere Händler, der zumindest in großen Jahren seiner Kundschaft einen typischen Bordeaux für einen fairen Kurs anbieten will, als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen…

Gekauft für 10,58 EUR im Supermarkt (Match) / Trinkfenster jetzt – 2018

2G

 

Veröffentlicht unter Bordeaux, Frankreich, St.Emilion | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare